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Bushido - und Azad! Es gibt viel mehr, das verbindet als ein gemeinsames Featuring!

Azad und Bushido gehören definitiv zu den Top MC’s in Deutschland momentan. Nicht immer unumstritten sind ihre ehrlichen und harten Texte. Aightgenossen hatte die Möglichkeit, mit den Beiden nach ihrem Schweizer Exklusiv Konzert ein ausführliches Gespräch zu führen. Die zwei Rapper überraschten mit ehrlichen und offenen Antworten. Aber lest selbst!

Nach 2 Alben bei 3P ist jetzt dein erstes Longplayer über UNIVERSAL erschienen, was für Ziele hast du damit, was erwartest du von diesem Major?
Azad: Ich erwarte, dass wir eine gute Zusammenarbeit haben, was auch so ist momentan. Und dass die eine Million Platten von mir verkaufen, ich superreich und der Überstar werde (lacht).

BOZZ Music ist jetzt dein eigenes Label. Was dürfen wir davon erwarten, was ist alles geplant und wird auf uns zukommen in Zukunft?
Azad: Im ersten Halbjahr wird das Jonesmann Solo-Debüt-Album rauskommen, sein Mixtape (Macht, Käse, Flows und Cash) wird in 2,3 Wochen released, welches man auch schon auf der Tour erwerben kann. Vor circa 2 Wochen haben wir den BOZZ Music Sampler released. Wie gesagt, im Frühjahr geht’s dann los mit Jonesmanns Solo-Album, parallel wird das Mixtape von Jeyz (Chronologie Part 2) erscheinen. Im Februar wird das Album *One* mit Kool Savas veröffentlicht. Im 2005 ist zudem das Mixtape von Wahrheit (Kopfschuss) geplant. Und eventuell, was aber noch in den Sternen steht, werde ich noch mein viertes Solo-Album releasen, was aber noch nicht feststeht.

Bushido, du bist jetzt bei UNIVERSAL gesignt. War das ein einfacher Schritt? Inwiefern musst du jetzt Kompromisse eingehen um deine Ziele so zu verwirklichen wie du’s eigentlich vorhast?
Bushido: Das war letztendlich auf jeden Fall ein einfacher Schritt, diese Entscheidung zu treffen. Es wurde mir auch sehr leicht gemacht dadurch, dass die Leute bei UNIVERSAL ihr Bestes geben wollten für mich. Kompromisse muss ich eigentlich überhaupt keine eingehen, ganz im Gegenteil. Ich fühle mich sicherlich freier als zuvor bei meiner alten Arbeitsstätte. Für mich ist alles cool und ich kann machen was ich will, wie ich es möchte und vor allem auch mit wem ich es will. Von daher bin ich sehr zufrieden zurzeit.

Wie ist das mit deiner „Fangemeinde“ nach deinem Wechsel weg von Aggro? Ist die Meinung gespalten oder steht man voll hinter dir? Wie siehst du das?
Bushido: Ich hab selber die Fans, die irgendwie gespalten sind, gar nicht miterlebt, hab eigentlich immer nur gehört, dass es gut war, was ich gemacht habe; und den Schritt den ich getan habe auf jeden Fall positiv aufgenommen wurde. Es ist halt immer schwer das zu beurteilen. Wenn ich anwesend bin, sagen alle: „Ja, Bushido voll cool und so“ und wenn grad ein Anderer da ist dann ist der Andere halt der Bessere. Darauf leg ich jetzt nicht auch so nen grossen Wert. Aber ich denke Mal es hat mir bestimmt keine Nachteile gebracht und solange das so bleibt, ist alles ok. Es ist sowieso schwer zu sagen, denn es ist ja nicht so, dass Bushido-Fans jetzt nur meine Musik hören, du findest bei ihm auf jeden Fall auch ne Savas-CD aber sicherlich auch ne Blumentopf-CD. Es ist halt offen und so ist es auch ok. Jeder soll das hören, was er möchte. Nur weil einer jetzt mit einem Azad-T-Shirt rumrennt, heisst das nicht, dass er keine andere Musik hört, und das ist auch gut so. Und du als Künstler musst halt immer in dem Augenblick in dem du dein Album/Mixtape/EP released, das Beste von dir selber geben und dann ist alles in Ordnung. Dann tummelst du dich halt mit den anderen im CD-Regal und für mich ist das ok. Ich persönlich habe damit kein Problem.

Azad, mal zu deinem neuen Album: Gab es ein Konzept dafür, hattest du bestimmte Ideen oder einfach darauf losgearbeitet?
Azad: Das Konzept bei dem Album war kein Konzept zu haben, einfach machen was du Bock hast, ohne gross nachzudenken. Die anderen Zwei waren schon bisschen so geplant, in der Entstehungsphase hab ich geschaut: ich hab dies und das, alles ist da. Bei dem BOZZ-Album habe ich einfach drauflosgeschossen, ist auch von der Entstehung her das schnellste bisher, die kürzeste Zeit die es gebraucht hat um das Album fertig zu stellen, im Vergleich zu den anderen Alben.

Was ist anders an „der Bozz“? Inwiefern haben sich du und deine Musik entwickelt oder verändert?
Azad: Also ich denke, ich hab das mit dem Flow noch ein bisschen auf den Punkt gebracht, bin etwas präziser geworden und hab noch ein paar Ecken und Kanten abgeschliffen, die ich entdeckt habe und die ich immer wieder entdecke. Mein Ziel ist es einfach immer besser zu werden und ich denke ich hab das erreicht, für mich persönlich finde ich jedes Album, das danach kommt ein bisschen besser und ausgefeilter. Ich kann nicht unbedingt sagen, dass es jetzt geiler ist, denn da sind Vibes wie z.B. „Leben“ oder „Freiheit“ auf dem ersten Album, die sind einmalig, das kannst du nicht immer wieder produzieren, das kommt einmal aus der Seele raus und vielleicht dann in drei Jahren wieder. Deswegen kannst du das auch nicht gegenwiegen, so ein tiefen Text gegen einen krassen Battle-Text. Aber vom Feeling her denk ich ist es ein bisschen ausgereifter und etwas genauer. Mein Ziel ist es eh immer an die Hundert Prozent zu kommen und das beste Album der Welt zu produzieren, und das werde ich nie erreichen, aber ich will’s immer versuchen. Da ist einfach der Weg das Ziel, nicht dass ich es irgendwann Mal erreiche. Also wenn ich es Mal schaffe und denke: das ist das perfekte Album, ich kann nichts mehr verbessern, dann war es wahrscheinlich das letzte Album.

Bushido, ich hab mal über den Track mit Cassandra Steen gelesen, dass es dir sehr viel bedeutet, und man hört es auch sehr heraus. Wie ist dein Feeling zu diesem Feature mit ihr?
Bushido: Natürlich war mir das sehr viel wert, dass dies ein guter Song wird, aber das wusste ich schon im Voraus, da ich persönlich ein grosser Fan von Cassandra Steen bin. Wir haben uns zufällig in Frankfurt mal getroffen und man hat schon gemerkt dass es cool ist, dass man sich nicht grossartig irgendwie absprechen muss und tausend Details ansprechen, du machst einfach mit ihr den Song.
Sie ist dann eine Woche später nach Berlin gekommen und hat schon alles gehabt, sie hat ihren Text und die Hook schon gehabt, macht ihr Textbuch auf und findet: „kann ich aufnehmen?“, ich hatte da nicht Mal den ersten Takt geschrieben. Dann hab ich halt versucht mich an die Stimmung anzupassen. Es ist so, dass wenn du Tracks schreibst, die mehr in die Gefühlsebene gehen, gerade solche Liebesgeschichten, dann musst du nicht immer unbedingt ne Freundin haben oder verliebt sein bzw. Liebeskummer haben um so was zu schaffen.
Du weisst ja selber, was du schreiben und sagen willst, hast es selbst auch schon erlebt in der Vergangenheit und kannst in der Zukunft viel davon erleben. Man kann es in dem Augenblick einfach so hinschreiben und dann auch einfangen. Ich freu mich sehr, dass Cassandra da mitgemacht hat und es ist auf jeden Fall ein weiterer Teil von diesem Puzzle-Stück, welche schlussendlich mein Album bilden und ich bin definitiv sehr froh darüber.

Azad, hat dich das Rap-Ding im Allgemeinen verändert? Du bist jetzt einige Zeit dabei, hat dich vieles beeinflusst? Hast du gemerkt dass es dich persönlich irgendwie verändert hat?
Azad: In jungen Jahren schon, da hab ich alles aufgesogen und manche Zeilen waren mir wie so ein Lebensfaden, weil ich vieles genauso gefühlt und gesehen habe. Mich wirklich verändert hat es aber nicht, das ist Hobby und Beruf in einem, und wenn du dem nachgehst verändert es dich nie als Menschen. Du gibst ja als Mensch an wie du dein Hobby und deinen Beruf lebst.

Du hast sehr persönliche Texte, schüttest oft deine Seele aus. Ist das für dich selbstverständlich, hast du keine Probleme damit an die Öffentlichkeit zu treten?
Azad: Also wenn ich Rap mache, will ich in erster Linie auch mich als Fan befriedigen. Und ich als Fan liebe es wenn ich Rappern zuhöre und sie mir das Gefühl geben in sein Inneres zu schauen, wenn sie rappen. Das ich was erzählt wird gerade in Bildern habe und es mir auch vorstellen kann. Wenn z.B. Eminem seine deepen Texte schreibt, find ich das auch übergeil, und denke er erzählt was ganz Privates wie wenn er sein Fotoalbum aufschlägt, und das finde ich natürlich sehr interessant und es ist ein schönes Gefühl, da irgendwie teilhaben zu können.
Da ich das geil finde, wenn mir andere Rapper das bieten, will ich natürlich selber das auch bieten können. Mir ist auch der Faktor Ehrlichkeit sehr wichtig, wenn ich rappe, dass ich keine grossen Sachen erfinde sondern das sage, was mir auch aus dem Herz kommt. Das ist aus meiner Sicht Musik.

Wie kam es genau zu eurer Zusammenarbeit? Ihr seid jetzt zusammen auf der Tour, habt diverse Featurings, seid auf dem gleichen Label (Urban/Universal) gesignt. Es wird viel geschrieben und viel vermutet, aber wie kam es genau dazu?
Azad: Also wenn ich es auf ein Wort bringen soll, nenn ich das Schicksal. Der Ursprung war derjenige, dass ich seinen Sound gehört habe und er meinen und wir uns gar nicht kannten, einfach nur die Liebe zur gegenseitigen Musik. Ich höre nicht viel Deutsch-Rap, ich hör mir zwar alles an, aber so 95 – 99 Prozent der Alben hör ich mir einmal an um zu wissen, was da passiert ist und dann hör ich’s mir nicht an. Das war nicht der Fall bei Bushido, sein Album hab ich sehr gerne gehört und war bisher fast das erste deutsche Rap-Album, was ich mir mehrmals anhören kann und immer wieder einen Turn dabei kriege. So war das Interesse für die Musik da, dann gab es viele Gerüchte und Palaver, Leute kamen zu mir: „er hat das gesagt“ und Leute kamen zu ihm „Azad hat dies gesagt“. Dann haben wir uns einmal telefonisch unterhalten und haben diese *Differenzen* aus dem Weg geräumt. Er hatte danach einen Auftritt in Frankfurt, hat sich vorher angemeldet und kam im Studio vorbei. Wir haben gechillt, der Vibe war gut, wir haben uns gut verstanden und sind danach an seine Show gegangen. Seitdem sind wir uns näher gekommen und jetzt sind wir gute Freunde. Und wenn der menschliche Respekt da ist und der Respekt zur gegenseitigen Musik ist das die beste Voraussetzung.

Also ein gemeinsames Album nicht ausgeschlossen?
Bushido: Wie du bei ihm gehört hast, ist auch bei mir noch sehr viel geplant. Da sind sehr viele Leute die auf jeden Fall noch ihren Fuss in die Tür setzen müssen, weil sie es sich auch verdient haben. Dann machen wir erstmal die Arbeit mit unseren Jungs, unseren Freunden. Wir müssen kein gemeinsames Album machen um gemeinsam zu arbeiten. Es ist ja auch nicht nur Azad und Bushido. Es sind unter anderem noch Jeyz, Jonesmann, Chaker, Saad, Devin, Mussi. Und das vermischt sich schön zu einem grossen Chaotenhaufen. Manchmal geht es drunter und drüber, im Endeffekt aber ist es eine Stärke die uns dann auch auszeichnet. Ich kann jeden, der mit dabei ist, als Menschen respektieren, und das ist bei mir echt schwierig. Ich scheiss eigentlich wirklich auf fast jeden, weil ich immer etwas finde was stört, so: “Mann Alter, ich muss mich nicht mit dem abgeben“.
Diesmal hab ich das erste Mal das Gefühl, es ist ne Gruppe, die als Ganzes richtig gut funktioniert. Natürlich muss man jetzt auch nicht übertreiben. Man kennt sich auch erst ne kurze Zeit. Bis jetzt ist alles super, mal schauen was man selber daraus macht, aus der Tour und aus den Bekanntschaften. Deswegen braucht man nicht gleich ein Album zusammen zu machen. Mach lieber dein ganzes Business irgendwie zusammen. Das bringt dir im Endeffekt viel mehr als wenn du eine CD zusammen machst und dich dann nie wieder siehst!

Azad: Ich denke auch, dass sich ne persönliche Bindung sich nicht in einem Album oder in einem Feature widerspiegeln lässt. Ich kann auch mit jemand ein Album machen ohne unbedingt sein bester Freund zu sein. Ich finde, es gibt mehr als nur ein Feature oder eine LP zusammen, ich finde die andere Ebene ist viel mehr wert und viel wichtiger, wenn ich mit einem Mensch befreundet bin bedeutet es mir viel mehr, ob er rappt oder sonst was ist dann egal. Wenn man sich als Mensch und als Freund respektiert, dann ist auch alles gut so!+



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